wie sieht eigentlich ein perfektes wochenende aus?
eine möglichkeit von vielen:
ein fröhliches erwachen gegen acht uhr morgens nach einer fröhlichen grillparty mit all seinen lieben am abend davor. schnelles zusammenpacken der notwendigsten dinge (bikini, sonnencreme, handtuch, geld, goodies, etc…) danach losfahren mit einem breiten grinsen (wichtig!) im gesicht. kurz vor hannover feststellen, dass doch einige notwendige dinge vergessen wurden (handy, pinzette, proviant) und die fahrt einfach fortsetzen, ohne sich die stimmung vermiesen zu lassen. viel lächeln. den ersten stau (30km hinter hannover) zum anlass nehmen, sich den weg an die küste über nebenstraßen zu bahnen und dabei viele, viele schöne dinge sehen (all diese coolen norddeutschen häuschen! blumen, verwachsene menschen, unglaubliches…) immer wieder zwischendurch die nase in den wind halten – es könnte ja sein, dass sich eine meeresbrise durch die halbe republik bis in unser auto verirrrt! wenn der fahrer fragt. ” müssen wir nicht da lang fahren?” antworten: “ICH bin der kopf des navigators und mein wort ist gesetz!” (entliehen aus irgendeinem computer-adventure) um dann kurz darauf zuzugeben, dass der kopf des navigators wohl nicht ganz auf der höhe ist.
nicht den mut verlieren, irgendwann das steuer übernehmen und ohne weitere umwege nach rostock heizen. nach siebeneinhalb stunden zum ersten mal das meer riechen und dann – endlich sehen!!! das meer… lang ersehnter, ungeduldig erwarteter, unübertrefflicher blick über die see… alle restpläne über den haufen schmeißen, weil man es nicht mehr erwarten kann, die füße in die brandung zu tauchen und den nackten leib der sonne darzubieten. endlich da sein, ausziehen, eincremen, zum wasser rennen, den zeh hineinstecken und jeglichen gedanken an ein erfrischendes bad direkt vergessen – es ist einfach zu kalt! am strand rumfläzen, den möven zugucken, in die sonne blinzeln, ein wenig dösen, immer wieder ungläubig die wunderschöne landschaft betrachten, viele, viele dumme fragen stellen und auf trockene und ausführliche antworten hoffen. gegen abend nach rostock zurück fahren, dort ein wenig durch die altstadt bummeln, in einem urigen restaurant frischen fisch essen, dann eine blockhütte suchen und noch ein wenig später ermattet und aus tiefstem herzen lächelnd in starken armen einschlafen…
morgens ausgeruht in den strahlend blauen himmel blinzeln und direkt in richtung nächste insel cruisen. das erste wassertaxi zur schönsten, autofreien insel nehmen, lässig zum strand schlendern und dort für den rest des tages im feinen sand rumliegen, die größte und schönste kleckerburg bauen, die die ostseeküste je gesehen hat, und sich dabei nicht auch nur ein bißchen darum kümmern, dass man keine sechs jahre mehr alt ist. soviel spaß wie möglich haben. SOVIEL SPAß WIE MÖGLICH HABEN!!!! nackedeis beobachten, die sich für fotos auf den buhnen in pose schmeißen, stauen, wie klein pullermänner werden, nachdem sie im 16°C kalten wasser waren, und dann doch endlich in die kühlen fluten tauchen, um festzustellen, dass das wasser gar nicht mehr so kalt ist, wenn der gesamte körper erst mal taub geworden ist…
wenn man genug sonne bekommen hat, mit dem wassertaxi zurück aufs festland fahren, jeden einzelnen blick auf den ozean mit einem “OOOHHHHHHHH!!!!” kommentieren, noch einen weiteren strand ansteuern, um einen schmerzhaft perfekten sonnenuntergang zu erleben. die romantische stimmung bis zum letzten genießen, noch ein paar steine und muscheln suchen, dann leicht widerstrebend vom meer abschied nehmen und entspannt und glücklich nach hause fahren.
so einfach ist das.